ToGü-Verlag
ToGü-Verlag

Gesetze der Freiheit - Das Scheitern Roms an Germanien.

 

Das Buch kann für 18,80 Euro zzgl. Versandkosten erworben werden.

 

ISBN: 9783941730120

 

Dieses Buch zeigt anhand des Lebenslaufs des Varusbezwingers Arminius/Irminar die Gründe auf, warum das Römische Reich in Germanien scheiterte. Es beleuchtet die römisch - germanische Geschichte mit gesundem Menschenverstand und kommt anhand der bekannten Quellen zu erstaunlichen und überraschenden Ergebnissen.

Lassen sie sich in die Zeit des großen Cheruskerfürsten versetzten und nehmen Sie teil am Freiheitskampf unserer Vorfahren!

Waren die Kimbernzüge kein planloses Umherwandern der Germanen durch Europa?

War eine der größten Schlachter der Antike, die Schlacht bei Idistaviso an der Weser, keine vernichtende Niederlage für die Germanen?

Was war die Völkerwanderung, wer waren die Hunnen und woher kamen die heutigen Slawen?

Hat das Römische Reich in Form der römisch - katholischen Kirche überlebt und bewusst die Geschichte gefälscht?

Kann eine Rückbesinnung auf die positive und ganzheitliche Lebenseinstellung der Germanen uns in der heutigen Krisenzeit weiterhelfen?

Im Bereich der Medizin wurde eine Möglichkeit hierzu vor über 30 Jahren durch den deutschen Arzt, Dr. Ryke Gerd Hamer gefunden. Seine Entdeckung der Gesetzmäßigkeiten über die Entstehung und den Verlauf von sogenannten „Krankheiten“ werden es jedem Menschen ermöglichen, wieder ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Ein Leben, wie es für unsere Vorfahren um ihren großen Cheruskerfürsten selbstverständlich war.

 

Gebundene Ausgabe: 360 Seiten

 

 

Leseprobe aus dem zehnten Kapitel:

Fett gedruckte Hervorhebungen im Text sind im Buch als Fußnoten dargestellt.

Druiden

 

Die Gruppe hatte sich in Anreppen von Segimer verabschiedet.

 

Von dort ging es weiter über den Rhein durch die römische Provinz Gallien in Richtung Süden. Die germanischen Jungs lernten das erste Mal in ihrem Leben ein anderes Land und andere Menschen kennen.

 

Gallien war überwiegend von Kelten besiedelt. Das Leben der Kelten unterschied sich grundsätzlich von dem der Germanen. Die keltischen Frauen waren zwar geachtet, aber zu entscheiden hatten sie nichts. Der keltische Mann bestimmte in der Familie. Ansonsten hatte aber auch der keltische Mann nicht viel zu entscheiden. Das Zusammenleben wurde von den besser gestellten Kelten geregelt, und die taten eigentlich nur das, was die Druiden ihnen sagten.

 

Die Druiden waren Priester, Richter und Ärzte in einer Person. Sie sprachen Recht in allen Streitfragen des täglichen Lebens und nahmen bei Feierlichkeiten alle wichtigen Handlungen vor.

 

In Germanien dagegen gab es gar keine Priester. Der Dorfälteste oder der mit dem höchsten Ansehen im Ort führte die feierlichen Handlungen durch. Die eigene Mutter oder Frau war die erste Ansprechpartnerin, wenn es um Krankheiten oder Verletzungen ging. Und erst, wenn sie nicht mehr weiter wusste, suchte man den Rat einer Heilerin oder eines Heilers. Im Gegensatz zu den Druiden hatten diese, wie alle anderen auch, hart auf ihrem Hof zu arbeiten, um sich ihr tägliches Brot zu verdienen.

 

Die Druiden brauchten nicht zu arbeiten und waren von Abgaben befreit. Sie mussten nicht einmal Kriegsdienste leisten. Der Druide entschied über das Wohl und Wehe aller anderen. In Germanien entschied das gemeinschaftliche Thing. Kurzum: von der Geburt bis zum Tod mischten sich die Druiden in alle Belange des täglichen Lebens ein und in jedem Dorf gab es einen von ihnen.(Vielleicht hat sich aus dem Druiden das germanische Wort „Drude“ entwickelt. Der Drude ist ein Alp, ein Fabelwesen, das sich einem Menschen auf die Brust setzt und ihm die Luft zum Leben abschnürt. Es wäre zumindest ein passendes germanisches Bild für das priesterlich-bevormundende Wesen des Druiden.)

 

Das germanische Leben war frei und selbstbestimmt. Die germanischen Jungen konnten nicht begreifen, dass selbst der stärkste Mann kuschte, wenn ein Druide ihn scharf anguckte.

 

Die Druiden hatten ein Netz über ganz Gallien gespannt, das von einem Oberdruiden geleitet wurde. Der Oberdruide galt den Kelten als gottgleich. Alle hatten sich seinen Weisungen unterzuordnen.

 

In Germanien gab es nur die Natur als Gott. Sie gab einem alles, was man zum Leben benötigte. Man kam aus ihr und lebte in ihr. Besonders schöne Orte galten als heilig. Es gab wohltuende Quellen, Bäume, die Trost spendeten und Steine, die Kraft gaben. An diesen Orten wurden ihre Feierlichkeiten abgehalten. Der größte überregionale Ort dieser Art in Germanien waren die Heldensteine, an denen die Gruppe vor zwei Wochen übernachtet hatte.

 

Nun kamen sie wieder mal in ein ärmliches, gallisches Dorf geritten.

 

„Wollen wir wetten?“

 

„Was?“

 

„Der einzig Fette in diesem Dorf wird der Druide sein.“

 

Irminar lachte. „Um was?“

 

„Ums Recht!“

 

„Einverstanden! Dann sag ich, er ist schlank, durchtrainiert und arbeitet Tag und Nacht für das Wohlergehen seines Dorfes.“

 

Die Jungens mussten laut loslachen. „Lasst das ja keinen Druiden hören! Wenn ihr euch über sie lustig macht und sie das mitbekommen, könnte euch das teuer zu stehen bekommen“, warnte ihr römischer Führer Findus.

 

„Jetzt habe ich aber Angst.“ – Leif tat, als ob er zitterte, und die Jungs fingen erneut an zu lachen.

 

Der Römer jedoch blieb ernst. „Sie haben Zauberkräfte, von denen wir nichts verstehen. Ich will euch nur warnen. Legt euch nicht mit einen von ihnen an!“

 

„Na gut, wenn selbst ihr Römer vor ihnen Angst habt, wollen wir auch mal so tun.“

 

Das Dorf war merkwürdig ruhig und leer. Keine Menschenseele war zu sehen. Sie ritten durch das Dorf hindurch, als sie einen entsetzlichen lauten Schrei hörten. Er kam aus einem nicht weit entfernten Waldstück.

 

Die Gruppe zog ihre Waffen und ritt schnell in die Richtung. Der Hilfeschrei steigerte sich in höchste Töne und wurde zunehmend schriller. Hier musste ein Mensch entsetzliche Angst haben. Dann verstummte der Schrei.

 

Nach kurzer Wegstrecke im Wald erreichten sie eine Art Versammlungsplatz.

 

Hier bot sich ihnen ein grausiges Schauspiel. Die Dorfbewohner standen in einem weiten Kreis um einen großen Findling. Auf diesen Findling war ein nackter Mann festgebunden. Er blutete im Schambereich und war offensichtlich bewusstlos.

 

Vor ihm stand ein Mann, bei dem man nicht erkennen konnte, ob es sich um einen Menschen oder um ein Tier handelte. Er hatte einen Wolfsschädel auf dem Kopf. Die Schnauze des Wolfes hatte er sich tief ins Gesicht gezogen. Aus dem einen Auge des Wolfsschädels hing eine Fledermaus. Der Rest seines Körpers war mit Tierfellen und Federn bedeckt, an denen wiederum allerlei Kram, wie Glöckchen, Rasseln und Bänder angebracht waren. Er stand mit weit ausgebreiteten Armen vor der Menschenmenge. In der einen Hand hielt er ein Messer und in der anderen ein Stück Fleisch. Offenbar hatte er gerade dem gefesselten Mann seine Hoden abgeschnitten...

 

Leif wollte sofort eingreifen und dem Mann zu Hilfe eilen, doch der Römer hielt ihn zurück.

 

„Tu das nicht! Du würdest uns alle ins Verderben stürzen.“

 

„Das kann doch nicht Dein Ernst sein! Willst Du zusehen, wie sie ihn abschlachten?“

 

„Misch' Dich nicht ein. Ich warne Dich.“

 

„Bleib ruhig, Leif. Wir wissen nicht, um was es hier geht“, empfahl einer der Jungen.

 

Widerwillig gab Leif nach. Der Druide hielt die Hoden der Menge entgegen und schrie ihr ein paar Worte zu. Die Menge zuckte ehrfurchtsvoll zusammen.

 

„Was hat er gesagt?“

 

„Er sagt, dass in den Hoden das Böse steckt und er, der Druide, es besiegen wird.“

 

Dann warf er unter murmelnden Geräuschen die Hoden in ein Feuer. Das Feuer schoss daraufhin kurz in die Höhe und fiel dann sofort wieder in sich zusammen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© ToGü-Verlag